Ein Baukredit ist ein zweckgebundenes Darlehen zur Finanzierung eines Immobilienprojekts – sei es der Neubau eines Hauses, der Kauf einer bestehenden Immobilie oder eine umfangreiche Renovierung. Er wird in der Regel durch eine Grundschuld auf das finanzierte Objekt abgesichert und zeichnet sich durch vergleichsweise lange Laufzeiten und günstige Zinssätze aus.
Wie funktioniert ein Baukredit?
Die Bank zahlt den Kreditbetrag entweder in einer Summe aus oder – beim Neubau – in Tranchen entsprechend dem Baufortschritt. Der Kreditnehmer zahlt Zinsen und Tilgung in gleichbleibenden Monatsraten zurück. Vor der Auszahlung prüft die Bank die Bonität des Antragstellers sowie den Wert der Immobilie, um den Beleihungswert und die maximale Kredithöhe festzulegen.
Eigenkapital und Konditionen
Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto günstiger sind in der Regel die Zinsen. Banken empfehlen typischerweise mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital – zusätzlich sollten die Baunebenkosten vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Ein höherer Eigenkapitalanteil senkt den Beleihungsauslauf und damit das Risiko für die Bank.
Zinsbindung und Anschlussfinanzierung
Bei einem Baukredit wird der Zinssatz für eine bestimmte Zinsbindungsfrist festgeschrieben. Nach deren Ablauf ist in der Regel eine Anschlussfinanzierung erforderlich, da noch eine Restschuld besteht. Wer steigende Zinsen erwartet, kann sich mit einem Forward-Darlehen frühzeitig günstige Konditionen sichern.
