Die Anschlussfinanzierung ist die Weiterfinanzierung eines Immobiliendarlehens nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. Da nach Ende der Zinsbindung in der Regel noch eine Restschuld besteht, muss der Kreditnehmer neue Konditionen für die Fortsetzung der Rückzahlung vereinbaren.
Optionen bei der Anschlussfinanzierung
Grundsätzlich gibt es drei Wege: die Prolongation beim bisherigen Kreditgeber, die Umschuldung zu einem anderen Anbieter mit besseren Konditionen, oder das Forward-Darlehen – eine vorzeitige Zinssicherung bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung. Welche Option am günstigsten ist, hängt vom aktuellen Zinsniveau und der individuellen Situation ab.
Wann mit der Planung beginnen?
Experten empfehlen, sich spätestens zwölf Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit der Anschlussfinanzierung zu befassen. So bleibt genug Zeit, Angebote zu vergleichen und bei Bedarf ein Forward-Darlehen abzuschließen. Wer zu spät handelt, läuft Gefahr, das Prolongationsangebot der Hausbank ohne Vergleich anzunehmen.
Forward-Darlehen als Absicherung
Ein Forward-Darlehen sichert den aktuellen Zinssatz für eine künftige Anschlussfinanzierung – gegen einen Zinsaufschlag von in der Regel 0,01 bis 0,03 Prozentpunkten pro Monat Vorlaufzeit. Es lohnt sich vor allem dann, wenn steigende Zinsen erwartet werden und die Restschuld noch erheblich ist.
