Was hat die Bundesanleihe mit Bauzinsen zu tun?
Bauzinsen für zehnjährige Darlehen orientieren sich stark an der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Banken leihen sich Geld zu diesen Konditionen am Kapitalmarkt & schlagen einen Aufschlag für Kosten und Gewinn auf. Steigt die Anleiherendite, ziehen die Bauzinsen in der Regel nach – und umgekehrt. Aktuell liegt die Anleiherendite bei 3,3 %, Bauzinsen für 10 Jahre bei rund 4,5 % – der Aufschlag von gut einem Prozentpunkt ist historisch gesehen normal.
Warum ist die Anleiherendite gestiegen?
Höhere EZB-Zinsen, anhaltende Inflation & eine gestiegene Staatsverschuldung in Europa haben die Anleiherenditen nach oben getrieben. Investoren verlangen eine höhere Verzinsung für das Risiko, Geld langfristig zu verleihen. Diese Entwicklung spiegelt sich direkt in den Finanzierungskosten für Immobilien wider.
Was bedeutet das für Immobilienkäufer?
Wer heute kauft, finanziert zu anderen Konditionen als noch vor drei Jahren. Das bedeutet: Höhere Monatsraten bei gleichem Kreditbetrag, ein niedrigeres Kaufpreisbudget bei gleicher Rate – oder beides. Wer flexibel ist, kann prüfen, ob eine kürzere Zinsbindung (z. B. 5 Jahre) günstigere Einstiegskonditionen bietet, wenn mittelfristig mit sinkenden Zinsen gerechnet wird.
Was können Anschlussfinanzierer daraus schließen?
Wer in den nächsten Monaten eine Anschlussfinanzierung benötigt, sollte die Anleiherendite als Frühindikator für die Zinsentwicklung beobachten. Bewegt sie sich deutlich nach unten, könnten Bauzinsen folgen. Bis dahin gilt: Angebote einholen & konkret vergleichen, statt auf ungewisse Zinssenkungen zu warten.
Unser Tipp: Der Kreditmarkt reagiert schnell auf Veränderungen am Anleihenmarkt. Nutzen Sie das unverbindliche Angebot von Credit12, um zu sehen, welche Konditionen für Ihre Situation heute realistisch sind.
