Inflation bezeichnet den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Sie führt dazu, dass die Kaufkraft des Geldes sinkt – für denselben Betrag können weniger Waren und Dienstleistungen erworben werden als zuvor.
Wie wird Inflation gemessen?
In Deutschland misst das Statistische Bundesamt die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser erfasst die Preisveränderungen eines repräsentativen Warenkorbs aus rund 650 Güter- und Dienstleistungsarten. Die Europäische Zentralbank orientiert sich am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone und strebt eine Inflationsrate von mittelfristig 2 Prozent an.
Ursachen der Inflation
Inflation kann verschiedene Ursachen haben: Nachfrageinflation entsteht, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Angebotsinflation tritt auf, wenn Produktionskosten – etwa für Energie oder Rohstoffe – steigen und auf die Verbraucherpreise überwälzt werden. Importierte Inflation entsteht durch steigende Preise für eingeführte Waren oder eine schwache Währung.
Inflation und ihre Auswirkungen auf Kredite
Für Kreditnehmer kann moderate Inflation vorteilhaft sein: Die nominale Restschuld bleibt gleich, während Löhne und Preise steigen – die reale Schuldenlast sinkt also. Für Sparer wirkt Inflation umgekehrt: Guthaben verlieren real an Wert, wenn die Zinsen unter der Inflationsrate liegen. Zentralbanken reagieren auf steigende Inflation in der Regel mit Zinserhöhungen.
