Schulden entstehen, wenn eine Person oder ein Unternehmen Geld leiht oder Verbindlichkeiten eingeht, die zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden müssen. Sie sind ein normaler Bestandteil des Wirtschaftslebens – von der Baufinanzierung bis zum Unternehmenskredit. Problematisch werden Schulden erst dann, wenn sie die finanzielle Leistungsfähigkeit übersteigen.
Arten von Schulden
Schulden lassen sich nach Zweck und Fristigkeit unterscheiden. Kurzfristige Schulden wie Dispokredite oder offene Rechnungen sind innerhalb weniger Wochen oder Monate fällig. Mittelfristige Schulden entstehen durch Ratenkredite oder Autokredite. Langfristige Schulden umfassen Immobilienkredite oder Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von vielen Jahren.
Schulden kontrollieren
Wer seine Schulden im Griff behalten möchte, sollte regelmäßig einen Überblick über alle Verbindlichkeiten erstellen: Höhe, Zinssatz, Laufzeit und monatliche Rate. Eine Haushaltsrechnung zeigt, ob das verfügbare Einkommen die laufenden Verpflichtungen deckt. Wer mehrere Kredite hat, kann durch Umschuldung Kosten sparen und den Überblick behalten.
Schuldenabbau und Hilfe bei Überschuldung
Beim Schuldenabbau empfiehlt sich die sogenannte Schneeball- oder Lawinenmethode: Entweder werden zuerst die kleinsten Schulden getilgt, um schnelle Erfolgserlebnisse zu erzielen, oder die teuersten Kredite mit den höchsten Zinsen. Bei drohender Überschuldung helfen Schuldnerberatungsstellen kostenlos weiter – und im Ernstfall ermöglicht die Privatinsolvenz einen geregelten Neustart.
