Die Restlaufzeit bezeichnet den Zeitraum, der von einem bestimmten Stichtag bis zum Ende eines Kredits, Vertrags oder einer Geldanlage noch verbleibt. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen beim Umgang mit Finanzierungen und Wertpapieren.
Was bedeutet Restlaufzeit?
Die Restlaufzeit ist die verbleibende Zeit bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens oder bis zum Ablauf eines Vertrags. Wurde beispielsweise ein Kredit über zehn Jahre abgeschlossen und sind bereits vier Jahre vergangen, beträgt die Restlaufzeit sechs Jahre. Je kürzer die Restlaufzeit, desto näher rückt die vollständige Tilgung der Schuld.
Bedeutung der Restlaufzeit bei Krediten
Bei Ratenkrediten und Immobilienfinanzierungen hat die Restlaufzeit direkten Einfluss auf mehrere Faktoren: die Höhe der monatlichen Rate, den noch ausstehenden Gesamtbetrag und die Möglichkeit einer Umschuldung. Wer seinen Kredit vorzeitig ablösen möchte, muss die Restlaufzeit kennen, da sich daraus die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet. Auch bei einer Anschlussfinanzierung spielt die Restlaufzeit der aktuellen Sollzinsbindung eine zentrale Rolle.
Restlaufzeit und Zinsbindung
Bei Immobilienkrediten wird häufig zwischen der Gesamtlaufzeit des Darlehens und der Zinsbindungsfrist unterschieden. Die Restlaufzeit der Zinsbindung gibt an, wie lange der vereinbarte Zinssatz noch gilt. Läuft die Zinsbindung aus, muss eine neue Zinsbindung vereinbart werden – zu dann aktuellen Marktkonditionen. Wer die Restlaufzeit seiner Zinsbindung im Blick behält, kann günstige Zeitpunkte für eine Verlängerung oder Umschuldung nutzen.
Restlaufzeit bei Wertpapieren und Anleihen
Auch bei festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen oder Festgeld ist die Restlaufzeit eine wichtige Größe. Sie beeinflusst das Zinsänderungsrisiko: Papiere mit langer Restlaufzeit reagieren stärker auf Zinsschwankungen am Markt als solche mit kurzer Restlaufzeit. Anleger nutzen die Restlaufzeit daher zur Steuerung ihres Portfoliorisikos.
