Ein Rentnerkredit ist ein Darlehen, das speziell auf die Bedürfnisse von Rentnern und Pensionären zugeschnitten ist. Da das Einkommen im Ruhestand in der Regel niedriger und die Restlebenserwartung begrenzt ist, stellen viele Banken besondere Anforderungen – oder schließen ältere Antragsteller ganz aus. Spezialanbieter und Vermittler haben sich auf diese Zielgruppe eingestellt.
Voraussetzungen für einen Rentnerkredit
Grundsätzlich gelten die gleichen Anforderungen wie bei anderen Ratenkrediten: ausreichendes Einkommen, gute Bonität und eine positive Schufa-Auskunft. Das Renteneinkommen wird dabei als regelmäßiges Einkommen anerkannt. Viele Banken setzen jedoch Altersgrenzen – häufig zwischen 70 und 80 Jahren – bis zu der ein Kredit vollständig zurückgezahlt sein muss.
Besonderheiten und Risiken
Da die Laufzeit durch das Alter des Antragstellers begrenzt ist, sind die monatlichen Raten bei gleicher Kreditsumme oft höher als bei jüngeren Kreditnehmern. Einige Anbieter verlangen eine Restschuldversicherung oder eine Risikolebensversicherung als zusätzliche Absicherung. Diese Zusatzkosten erhöhen die Gesamtbelastung und sollten in den Kreditvergleich einbezogen werden.
Alternativen zum Rentnerkredit
Wer im Rentenalter Kapital benötigt, kann auch eine Immobilienverrentung oder ein Umkehrhypothek-Modell in Betracht ziehen – sofern Wohneigentum vorhanden ist. Darüber hinaus bieten manche Banken spezielle Seniorendarlehen oder KfW-Förderprogramme an, die auf ältere Kreditnehmer zugeschnitten sind.
