Die Probezeit ist der Zeitraum zu Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses, in dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis mit verkürzter Kündigungsfrist beenden können. Für die Kreditvergabe ist sie relevant, weil das Einkommen in dieser Phase als unsicherer gilt – was die Chancen auf einen Kredit beeinflussen kann.
Warum ist die Probezeit problematisch bei Krediten?
Banken bewerten die Einkommenssicherheit als zentralen Faktor bei der Bonitätsprüfung. In der Probezeit besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Arbeitsverhältnis kurzfristig endet. Viele Banken lehnen Kreditanträge daher ab oder verlangen zusätzliche Sicherheiten. Einige Institute fordern, dass die Probezeit zum Zeitpunkt der Kreditauszahlung bereits abgelaufen ist.
Welche Möglichkeiten gibt es trotzdem?
Trotz Probezeit ist ein Kredit nicht unmöglich. Direktbanken und Online-Kreditvermittler sind oft flexibler als Filialbanken. Ein zweiter Kreditnehmer mit gesichertem Einkommen oder eine Bürgschaft können die Chancen deutlich verbessern. Auch ein kleinerer Kreditbetrag oder eine kürzere Laufzeit erhöhen die Bewilligungswahrscheinlichkeit.
Tipps für die Kreditaufnahme in der Probezeit
Wer in der Probezeit einen Kredit benötigt, sollte die Anfrage möglichst als Konditionsanfrage stellen – diese ist Schufa-neutral. Ein Vergleich mehrerer Anbieter erhöht die Chancen auf eine Zusage. Idealerweise wartet man jedoch bis zum Ende der Probezeit, um von besseren Konditionen und einer höheren Bewilligungsquote zu profitieren.
