Ein Investitionskredit ist ein zweckgebundenes Darlehen, das Unternehmen zur Finanzierung langfristiger Investitionen aufnehmen – etwa für Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude oder IT-Infrastruktur. Im Gegensatz zum Betriebsmittelkredit dient er nicht der kurzfristigen Liquiditätssicherung, sondern der nachhaltigen Erweiterung der Unternehmenskapazitäten.
Wer vergibt Investitionskredite?
Investitionskredite werden von Geschäftsbanken, Sparkassen und Förderbanken wie der KfW vergeben. Die KfW bietet spezielle Förderprogramme für Investitionen in Energieeffizienz, Digitalisierung oder Unternehmensgründungen zu besonders günstigen Konditionen an. Die Beantragung erfolgt in der Regel über die Hausbank, die den Antrag an die Förderbank weiterleitet.
Konditionen und Laufzeiten
Investitionskredite haben typischerweise längere Laufzeiten als Betriebsmittelkredite – oft zwischen 5 und 20 Jahren. Die Zinssätze sind in der Regel fest vereinbart, um Planungssicherheit zu gewährleisten. Tilgungsfreie Anlaufjahre zu Beginn der Laufzeit sind möglich und geben Unternehmen Zeit, bis die Investition Erträge abwirft.
Voraussetzungen für die Bewilligung
Banken prüfen bei der Kreditvergabe die Bonität des Unternehmens, den Businessplan, vorhandene Sicherheiten sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit der geplanten Investition. Für Gründer und junge Unternehmen sind staatlich geförderte Investitionskredite oft leichter zugänglich als klassische Bankdarlehen.
