Eine Zwischenfinanzierung ist ein kurzfristiges Darlehen, das den Zeitraum zwischen einem aktuellen Kapitalbedarf und dem Eingang einer erwarteten Zahlung oder dem Beginn einer langfristigen Finanzierung überbrückt. Sie ist besonders im Immobilienbereich verbreitet, wenn der Kaufpreis fällig wird, bevor die endgültige Finanzierung steht.
Typische Einsatzbereiche
Häufig wird eine Zwischenfinanzierung eingesetzt, wenn ein Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, ein Förderdarlehen der KfW noch nicht ausgezahlt wurde oder der Erlös aus dem Verkauf der alten Immobilie noch aussteht. Das Zwischendarlehen wird ausgezahlt, sobald die endgültige Finanzierung oder der erwartete Betrag eingeht.
Kosten und Konditionen
Zwischenfinanzierungen sind in der Regel teurer als langfristige Immobilienkredite, da sie kurzfristig und ohne feste Zinsbindung gewährt werden. Die Zinsen werden meist variabel berechnet. Da die Laufzeit jedoch kurz ist – typischerweise wenige Monate bis zwei Jahre – halten sich die Gesamtkosten im Rahmen.
Abgrenzung zum Überbrückungskredit
Zwischenfinanzierung und Überbrückungskredit werden oft synonym verwendet. Der Begriff Zwischenfinanzierung ist jedoch stärker auf den Immobilienbereich fokussiert und setzt voraus, dass eine konkrete Anschlussfinanzierung bereits feststeht oder verbindlich zugesagt ist. Der Überbrückungskredit ist allgemeiner und wird auch außerhalb der Immobilienfinanzierung genutzt.
