Die Objektfinanzierung ist eine Form der Finanzierung, bei der ein bestimmtes Objekt – meist eine Immobilie, eine Maschine oder ein Fahrzeug – als Zweck und zugleich als Sicherheit für das Darlehen dient. Im Gegensatz zu allgemeinen Unternehmenskrediten ist das Darlehen direkt an den Wert und die Erträge des finanzierten Objekts geknüpft.
Typische Einsatzbereiche
Objektfinanzierungen kommen vor allem bei Immobilien, Produktionsanlagen, Schiffen, Flugzeugen und anderen kapitalintensiven Wirtschaftsgütern zum Einsatz. Im Immobilienbereich ist die Objektfinanzierung eng mit der Baufinanzierung und dem Investitionskredit verwandt – der entscheidende Unterschied liegt in der engen Bindung des Kredits an das spezifische Objekt.
Sicherheiten und Besonderheiten
Bei der Objektfinanzierung dient das finanzierte Objekt selbst als Hauptsicherheit. Bei Immobilien erfolgt dies über die Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch. Bei beweglichen Gütern wie Maschinen oder Fahrzeugen wird häufig eine Sicherungsübereignung vereinbart, bei der das Eigentum am Objekt bis zur vollständigen Rückzahlung beim Kreditgeber verbleibt.
Abgrenzung zur Projektfinanzierung
Während die Projektfinanzierung auf die zukünftigen Erträge eines Vorhabens abstellt und eine eigenständige Projektgesellschaft voraussetzt, fokussiert die Objektfinanzierung auf den aktuellen und nachhaltigen Wert eines konkreten Vermögensgegenstands. Beide Formen ergänzen sich in der Praxis und werden oft kombiniert eingesetzt.
