Die Auftragsvorfinanzierung ist eine Finanzierungsform, bei der ein Unternehmen einen Kredit aufnimmt, um die Kosten für die Ausführung eines bereits erteilten Auftrags vorzufinanzieren. Da zwischen Auftragserteilung und Zahlungseingang oft Wochen oder Monate liegen, hilft sie, Liquiditätsengpässe zu überbrücken.
Wer nutzt Auftragsvorfinanzierung?
Auftragsvorfinanzierung ist besonders relevant für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe, Projektdienstleister und Händler, die Waren oder Materialien einkaufen müssen, bevor der Kunde zahlt. Auch bei Exportgeschäften mit langen Zahlungszielen kommt sie häufig zum Einsatz.
Wie funktioniert die Finanzierung?
Der Kreditnehmer weist der Bank den vorliegenden Auftrag oder Vertrag als Sicherheit nach. Auf dieser Grundlage stellt die Bank einen kurzfristigen Kredit bereit, der nach Zahlungseingang des Kunden zurückgeführt wird. Alternativ kann die Forderung aus dem Auftrag direkt an die Bank oder einen Finanzierungsdienstleister abgetreten werden.
Alternativen zur Auftragsvorfinanzierung
Als Alternativen kommen Factoring – der Verkauf offener Forderungen an ein Factoringunternehmen – sowie der klassische Betriebsmittelkredit oder ein Kontokorrentkredit in Betracht. Welche Form am sinnvollsten ist, hängt von der Auftragsgröße, der Bonität des Kunden und den eigenen Sicherheiten ab.
