Wie hoch sind die Festgeldzinsen aktuell?
Die besten Festgeldangebote für 12 Monate liegen im Mai 2026 bei rund 2,4 bis 2,8 Prozent effektiv – je nach Anbieter und Einlagensumme. Bei 24 Monaten Laufzeit sind vereinzelt noch 2,9 bis 3,1 Prozent erreichbar. Tagesgeld rentiert sich aktuell mit rund 1,8 bis 2,2 Prozent. Im Vergleich zur Inflation von 2,9 Prozent bedeutet das in jedem Fall einen realen Verlust – aber Festgeld ist immer noch deutlich besser als Geld unverzinst auf dem Girokonto liegen zu lassen.
Was passiert nach dem 11. Juni?
Erhöht die EZB am 11. Juni die Leitzinsen, könnten Festgeldzinsen leicht steigen – allerdings geben Banken Zinserhöhungen erfahrungsgemäß nur verzögert und nicht vollständig an Sparer weiter. Senkt die EZB hingegen – was derzeit unwahrscheinlich ist – würden Festgeldzinsen fallen. Das Abwarten auf bessere Konditionen ist also riskant: Wer jetzt 2,8 Prozent für 12 Monate sichert, ist gut positioniert.
Worauf sollte man beim Abschluss achten?
Entscheidend sind die Einlagensicherung – nur Anbieter mit EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person wählen – sowie die Kündigungsbedingungen, denn Festgeld ist in der Regel nicht vorzeitig kündbar. Wer mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten abschließt – etwa 6, 12 und 24 Monate – bleibt flexibel und profitiert gleichzeitig von längeren Laufzeitzinsen. Diese Strategie nennt sich Zinstreppe oder Festgeldleiter.
Für wen lohnt sich Festgeld nicht?
Wer gleichzeitig einen laufenden Ratenkredit mit 6 Prozent oder mehr bedient, sollte das Geld eher für eine Sondertilgung nutzen als für Festgeld mit 2,8 Prozent. Die Zinsdifferenz von mehr als 3 Prozentpunkten macht eine Sondertilgung rechnerisch fast immer attraktiver als Festgeldsparen.
Unser Tipp: Ob Festgeld oder Sondertilgung – die richtige Entscheidung hängt von Ihrer Gesamtsituation ab. Bei Credit12 rechnen wir das gemeinsam mit Ihnen durch: persönlich, kostenlos und unverbindlich.
