Als Tilgung bezeichnet man die schrittweise Rückzahlung eines aufgenommenen Darlehens. Jede Tilgungsrate vermindert die verbleibende Restschuld, bis der Kredit vollständig zurückgezahlt ist. Tilgung und Zinsen bilden zusammen die monatliche Rate, die der Kreditnehmer an die Bank überweist.
Tilgungsarten im Überblick
Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Gesamtrate konstant, während der Tilgungsanteil mit der Zeit steigt und der Zinsanteil sinkt. Bei einem Tilgungsdarlehen ist die Tilgungsrate gleichbleibend, die Gesamtrate sinkt jedoch mit abnehmender Restschuld. Endfällige Darlehen sehen vor, dass der Kreditbetrag erst am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird.
Was bedeutet der Tilgungssatz?
Der Tilgungssatz gibt an, wie viel Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrags jährlich getilgt werden. Ein höherer Tilgungssatz verkürzt die Laufzeit und reduziert die gesamten Zinskosten. Bei Immobilienkrediten empfehlen Experten häufig einen anfänglichen Tilgungssatz von mindestens 2 % pro Jahr.
Sondertilgung – schneller schuldenfrei
Viele Kreditverträge erlauben sogenannte Sondertilgungen: einmalige oder regelmäßige Extrazahlungen über die vereinbarte Rate hinaus. Sie reduzieren die Restschuld zusätzlich und verkürzen die Laufzeit – ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, sofern die Sondertilgung vertraglich vereinbart ist.
