Ein Wohnkredit ist ein Darlehen, das speziell für wohnwirtschaftliche Zwecke vergeben wird – also für den Kauf, den Bau, die Modernisierung oder die Renovierung von Immobilien. Er kann sowohl als grundpfandrechtlich gesichertes Immobiliendarlehen als auch als ungesicherter Ratenkredit für kleinere Maßnahmen aufgenommen werden.
Arten des Wohnkredits
Der klassische Wohnkredit ist das Annuitätendarlehen, bei dem Zins und Tilgung in gleichbleibenden Raten zurückgezahlt werden. Für größere Vorhaben wie Kauf oder Neubau wird in der Regel eine Grundschuld eingetragen. Für kleinere Maßnahmen wie Sanierungen oder Einrichtungen steht oft ein zweckgebundener Ratenkredit ohne Grundbucheintrag zur Verfügung.
Unterschied zur Baufinanzierung
Während die Baufinanzierung klassischerweise mit einer Grundschuldbesicherung verbunden ist und höhere Summen abdeckt, bezeichnet der Wohnkredit häufig auch kleinere, flexibler gestaltete Darlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke. Die Grenzen sind fließend – entscheidend sind Kredithöhe, Verwendungszweck und die angebotenen Konditionen.
Worauf beim Wohnkredit achten?
Neben dem effektiven Jahreszins sollten Kreditnehmer auf die Zinsbindungsdauer, Sondertilgungsmöglichkeiten und die Höhe des Eigenkapitals achten. Ein höherer Eigenkapitalanteil senkt in der Regel den Zinssatz und verbessert die Kreditkonditionen erheblich.
