Das Nettoeinkommen ist der Betrag, der einem Arbeitnehmer nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben vom Bruttolohn tatsächlich ausgezahlt wird. Es bildet die finanzielle Basis für alle privaten Ausgaben – und ist damit auch die entscheidende Größe bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit.
Nettoeinkommen bei der Kreditvergabe
Banken prüfen bei einem Kreditantrag das monatliche Nettoeinkommen des Antragstellers. Es fließt direkt in die Haushaltsrechnung ein: Vom Nettoeinkommen werden alle fixen Ausgaben wie Miete, Versicherungen und bestehende Kreditraten abgezogen. Der verbleibende Betrag zeigt, ob genügend freies Einkommen zur Bedienung einer neuen Kreditrate vorhanden ist.
Was zählt zum Nettoeinkommen?
Zum anrechenbaren Nettoeinkommen zählen neben dem Arbeitslohn auch regelmäßige Nebeneinkünfte, Mieteinnahmen, Rentenzahlungen und Kindergeld. Unregelmäßige Einnahmen wie Boni oder Überstundenvergütungen werden von Banken oft nur teilweise oder gar nicht angerechnet, da sie nicht dauerhaft gesichert sind.
Netto vs. Brutto
Die Differenz zwischen Brutto- und Nettoeinkommen hängt von Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuerpflicht und den aktuellen Beitragssätzen zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ab. Online-Gehaltsrechner helfen dabei, das voraussichtliche Nettoeinkommen schnell und unkompliziert zu ermitteln.
