Crowdlending – auch Peer-to-Peer-Lending (P2P) genannt – ist eine Form der Kreditfinanzierung, bei der viele private oder institutionelle Anleger über eine Online-Plattform gemeinsam einen Kredit an eine Person oder ein Unternehmen vergeben. Die Plattform übernimmt die Vermittlung, Bonitätsprüfung und Abwicklung.
Wie funktioniert Crowdlending?
Kreditnehmer stellen ihr Vorhaben auf einer Crowdlending-Plattform vor und geben den gewünschten Betrag, die Laufzeit und den Verwendungszweck an. Die Plattform prüft die Bonität und vergibt eine Risikoklasse. Anleger können dann Teilbeträge investieren, bis die gewünschte Kreditsumme vollständig gezeichnet ist. Zinsen und Tilgung fließen laufend an die Anleger zurück.
Chancen für Kreditnehmer und Anleger
Für Kreditnehmer bietet Crowdlending eine Alternative zur Hausbank – besonders wenn klassische Finanzierungswege versperrt sind. Anleger profitieren von attraktiven Renditen, die über dem Niveau klassischer Sparprodukte liegen können. Zudem ermöglicht die Stückelung kleiner Beträge eine breite Diversifikation des investierten Kapitals.
Risiken beim Crowdlending
Das Hauptrisiko für Anleger ist der Kreditausfall: Zahlt der Kreditnehmer nicht zurück, droht ein Totalverlust des investierten Betrags. Da Crowdlending-Investitionen nicht der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen, sollten Anleger nur einen Teil ihres Vermögens in diese Anlageklasse investieren und die Bonität der Kreditnehmer sorgfältig prüfen.
