Was ist Energy Sharing und wie funktioniert es?
Energy Sharing ermöglicht es Eigentümern von Photovoltaikanlagen, lokal erzeugten Solarstrom innerhalb eines definierten geografischen Bereichs mit anderen Teilnehmern zu teilen. Der neue Paragraf 42c des Energiewirtschaftsgesetzes schafft seit dem 1. Juni 2026 die gesetzliche Grundlage dafür. In der Praxis funktioniert es so: Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist, gleichzeitig erhalten die Teilnehmer der Energy-Sharing-Gemeinschaft eine entsprechende Gutschrift auf ihren Stromverbrauch – verrechnet über den Netzbetreiber. Zunächst gilt die Regelung innerhalb des Bilanzierungsgebiets eines Verteilnetzbetreibers; ab 2028 soll sie auf angrenzende Gebiete ausgeweitet werden.
Was bringt das für Eigentümer mit PV-Anlage?
Bisher wurden überschüssige Kilowattstunden, die nicht selbst verbraucht wurden, zu einem niedrigen Einspeisevergütungssatz ins Netz abgegeben – zuletzt rund 8 Cent pro Kilowattstunde. Beim Energy Sharing kann der Strom stattdessen an Nachbarn verkauft werden, typischerweise zu 15 bis 22 Cent pro Kilowattstunde – also deutlich mehr. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage erheblich und kann die Amortisationszeit um mehrere Jahre verkürzen.
Lohnt sich jetzt eine neue PV-Anlage?
Durch Energy Sharing verbessert sich die Rendite einer PV-Anlage spürbar. Bei einer Anlage mit 10 Kilowatt Peak und einem jährlichen Überschuss von 4.000 Kilowattstunden bedeutet der Wechsel von Netzeinspeisung zu Energy Sharing einen Mehrerlös von rund 280 bis 560 Euro pro Jahr. Eine Anlage dieser Größe kostet aktuell rund 12.000 bis 16.000 Euro inklusive Installation. Wer die Investition über einen KfW-Kredit finanziert, kann von Zinsen ab 1,0 Prozent effektiv profitieren – und die höhere Rendite durch Energy Sharing rechnet sich schneller.
Was müssen Interessenten beachten?
Für die Teilnahme am Energy Sharing muss eine Energy-Sharing-Gemeinschaft gegründet werden – das erfordert einen Vertrag zwischen den Teilnehmern und die Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber. Die technischen Voraussetzungen – ein intelligenter Messzähler – müssen vorhanden sein oder nachgerüstet werden. Wer bereits eine PV-Anlage hat, kann sein bestehendes System in der Regel ohne große Umbaumaßnahmen für Energy Sharing aktivieren.
Unser Tipp: Eine PV-Anlage mit Energy Sharing ist eine attraktive Investition – aber auch eine Finanzierungsfrage. Bei Credit12 finden wir gemeinsam mit Ihnen die passende Finanzierungslösung: persönlich, kostenlos und ohne Vorbedingungen.
