Der Dispokredit ist bequem – aber mit Zinsen zwischen 10 und 15 Prozent auch einer der teuersten Wege, Geld zu leihen. Wer den Dispo regelmäßig nutzt, sollte dringend über Alternativen nachdenken.
Warum ist der Dispo so teuer?
Banken rechtfertigen die hohen Dispozinsen mit der Flexibilität: Der Kredit steht jederzeit und ohne Antrag zur Verfügung. Dennoch kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband seit Jahren, dass die Dispozinsen unverhältnismäßig hoch sind. Die teuersten Anbieter verlangen aktuell bis zu 15,9 Prozent effektiven Jahreszins. Bei einem dauerhaft überzogenen Konto von 2.000 Euro macht das über 300 Euro Zinsen im Jahr.
Welche Alternativen gibt es?
Der wirksamste Ersatz für den Dispo ist ein klassischer Ratenkredit: Aktuell sind Ratenkredite mit guter Bonität ab rund 5 Prozent effektivem Jahreszins erhältlich – also bis zu 10 Prozentpunkte günstiger als der Dispo. Eine weitere Option ist ein Abrufkredit mit einem Kreditlimit, das flexibel genutzt werden kann – meist zwischen 5 und 8 Prozent Zinsen.
Wie komme ich dauerhaft aus dem Dispo raus?
Der erste Schritt ist ein klarer Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Ein Haushaltspuffer von einem Monatsgehalt auf einem separaten Tagesgeldkonto verhindert, dass kurzfristige Engpässe automatisch zum Dispo führen. Wer seinen Dispo über einen Ratenkredit ablöst, sollte den Dispo-Rahmen danach aktiv bei der Bank reduzieren lassen.
Wann ist der Dispo trotzdem sinnvoll?
Als kurzfristige Überbrückung für wenige Tage ist der Dispo durchaus vertretbar. Die tatsächlichen Zinskosten für 5 Tage bei 2.000 Euro Überziehung und 12 Prozent Zinssatz betragen weniger als 4 Euro. Problematisch wird es erst, wenn der Dispo dauerhaft oder über Wochen genutzt wird.
Unser Tipp: Wer seinen Dispo ablösen möchte, sollte Angebote vergleichen – die Zinsunterschiede zwischen Banken sind erheblich. Bei Credit12 finden wir gemeinsam mit Ihnen die günstigste Lösung: persönlich, kostenlos und ohne maschinelle Ablehnung.
