Was hat sich bei der KfW-Förderung geändert?
Seit dem 2. März 2026 bietet die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ihre Kredite für klimafreundlichen Neubau zu deutlich attraktiveren Konditionen an: Für das Effizienzhaus-40-Niveau gilt ein effektiver Jahreszins ab 1,0 Prozent – beim besonders energieeffizienten Effizienzhaus-40-Plus-Standard sogar ab 0,6 Prozent. Zum Vergleich: Der aktuelle Marktzins für eine 10-jährige Zinsbindung liegt bei rund 3,9 Prozent. Der Unterschied von rund 3 Prozentpunkten bedeutet bei einem Darlehen von 200.000 Euro eine jährliche Ersparnis von rund 6.000 Euro an Zinsen.
Welche KfW-Programme gibt es 2026?
Das wichtigste Programm für Neubauten ist das Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in der Neubaukomponente – über die KfW als Kredit (Programm 297/298) oder als Zuschuss über das BAFA. Für Käufer von Bestandsimmobilien ist das Programm zur energetischen Sanierung relevant: Hier gibt es ebenfalls zinsgünstige Darlehen sowie Tilgungszuschüsse, die je nach Effizienzstandard zwischen 5 und 45 Prozent der Darlehenssumme betragen können. Darüber hinaus gibt es seit April 2026 ein neues Förderprogramm für E-Auto-Ladestellen in Mehrfamilienhäusern mit Zuschüssen bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt – interessant für Eigentümer und Wohnungsbaugesellschaften.
Wer kann die KfW-Förderung beantragen?
KfW-Förderkredite können private Bauherren, Käufer von Neubauten und Eigentümer sanierungswilliger Bestandsimmobilien beantragen. Der Antrag muss zwingend vor Beginn des Vorhabens gestellt werden – also bevor Kaufvertrag oder Bauvertrag unterzeichnet werden. Das ist ein häufiger Fehler: Wer erst nach dem Vertragsabschluss an die Förderung denkt, geht meist leer aus. Der Antrag läuft in der Regel über die Hausbank, nicht direkt über die KfW.
Wie lassen sich KfW-Mittel mit Marktdarlehen kombinieren?
KfW-Darlehen haben eine Höchstgrenze, die je nach Programm bei 100.000 bis 150.000 Euro pro Wohneinheit liegt. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird über ein reguläres Bankdarlehen gedeckt. Durch die Kombination aus günstigem KfW-Kredit und einem marktüblichen Darlehen lässt sich der gewichtete Durchschnittszins der Gesamtfinanzierung erheblich senken. Wer außerdem über ausreichend Eigenkapital verfügt, kann den Beleihungsauslauf weiter reduzieren und so auch beim Marktdarlehen bessere Konditionen erzielen.
Unser Tipp: KfW-Förderung und persönliche Kreditberatung schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Bei Credit12 helfen wir Ihnen, Förderung und Finanzierung optimal zu kombinieren: kostenlos, persönlich und ohne maschinelle Ablehnung.
