Liquidität bezeichnet die Fähigkeit einer Person, eines Unternehmens oder einer Institution, fällige Zahlungsverpflichtungen jederzeit und vollständig erfüllen zu können. Sie ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für wirtschaftliche Handlungsfähigkeit – wer nicht liquide ist, gilt als zahlungsunfähig.
Arten der Liquidität
Im betriebswirtschaftlichen Sinne wird zwischen verschiedenen Liquiditätsgraden unterschieden. Die Liquidität ersten Grades setzt die sofort verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquidität zweiten Grades bezieht auch kurzfristige Forderungen ein, die dritte Stufe umfasst zusätzlich das kurzfristige Umlaufvermögen.
Liquidität vs. Rentabilität
Liquidität und Rentabilität stehen häufig in einem Spannungsverhältnis: Wer sein Kapital möglichst rentabel anlegt, bindet es oft langfristig und reduziert damit die kurzfristige Verfügbarkeit. Unternehmen müssen daher stets abwägen, wie viel freies Kapital sie für laufende Verpflichtungen vorhalten und wie viel sie gewinnbringend investieren.
Liquidität bei der Kreditvergabe
Bei der Prüfung eines Kreditantrags spielt die Liquidität des Antragstellers eine wichtige Rolle. Banken prüfen, ob ausreichend freie Mittel vorhanden sind, um die monatlichen Kreditraten dauerhaft zu bedienen. Eine angespannte Liquiditätssituation kann zur Ablehnung eines Kreditantrags oder zu schlechteren Konditionen führen.
