Eine Kapitallebensversicherung ist eine Kombination aus Todesfallschutz und Kapitalanlage. Der Versicherungsnehmer zahlt regelmäßige Beiträge, die teils zur Absicherung im Todesfall und teils zum Aufbau eines Sparkapitals verwendet werden. Am Ende der Laufzeit wird das angesparte Kapital einschließlich Überschussbeteiligung ausgezahlt.
Kapitallebensversicherung als Kreditsicherheit
Kapitallebensversicherungen können bei der Immobilienfinanzierung als Sicherheit eingesetzt werden. Der Kreditnehmer tritt den Rückkaufswert oder die Todesfallleistung an die Bank ab. Im Gegenzug kann die Bank bei Zahlungsausfall auf das Versicherungsguthaben zugreifen. Diese Form der Besicherung war vor allem in den 1980er und 1990er Jahren verbreitet, als Versicherungen noch attraktive Garantiezinsen boten.
Rückkaufswert und vorzeitige Kündigung
Wer eine Kapitallebensversicherung vorzeitig kündigt, erhält den sogenannten Rückkaufswert – dieser liegt in den ersten Jahren oft deutlich unter den eingezahlten Beiträgen, da Abschlusskosten und Verwaltungsgebühren zunächst verrechnet werden. Eine vorzeitige Kündigung ist daher in der Regel mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden.
Alternativen zur Kapitallebensversicherung
Wegen sinkender Garantiezinsen und hoher Kostenbelastung hat die Kapitallebensversicherung als Anlageprodukt an Attraktivität verloren. Als Alternative zur reinen Absicherung empfehlen Experten heute oft die kostengünstigere Risikolebensversicherung, kombiniert mit einer separaten Kapitalanlage.
