Die Immobilienrendite ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Ertrag eine Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwirtschaftet. Sie ist das zentrale Maß für Kapitalanleger, die Immobilien zur Vermietung oder zum Wertzuwachs erwerben.
Brutto- und Nettomietrendite
Die Bruttomietrendite ergibt sich aus dem Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis der Immobilie. Sie gibt einen schnellen Überblick, berücksichtigt aber keine Kosten. Die Nettomietrendite zieht alle laufenden Kosten ab – Instandhaltung, Verwaltung, nicht umlagefähige Nebenkosten und Leerstand – und liefert damit ein realistischeres Bild der tatsächlichen Rentabilität.
Gesamtrendite und Wertsteigerung
Neben der Mietrendite spielt die Wertsteigerung der Immobilie eine wichtige Rolle. Die Gesamtrendite kombiniert Mieteinnahmen und Wertzuwachs über die Haltedauer. In Regionen mit starkem Preiswachstum kann die Gesamtrendite deutlich über der reinen Mietrendite liegen – umgekehrt kann ein Wertverlust die Rendite erheblich schmälern.
Was ist eine gute Immobilienrendite?
Als Faustregel gilt: Eine Nettomietrendite von mindestens 3 bis 4 Prozent gilt als solide für eine Wohnimmobilie in einer guten Lage. In Metropolregionen mit hohen Kaufpreisen liegen die Renditen oft darunter, während ländliche Regionen oder B-Lagen teils deutlich höhere Renditen bieten – bei entsprechend höherem Leerstandsrisiko.
