Wie stark trifft der Preisanstieg Haushalte?
Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom und 15.000 Kilowattstunden Gas zahlt bei einem Preisanstieg von 7 Prozent rund 150 bis 200 Euro mehr im Jahr. Wer seinen Grundversorgungstarif noch nicht gewechselt hat, zahlt oft noch deutlich mehr: Grundversorger-Tarife liegen häufig 20 bis 30 Prozent über den günstigsten Marktangeboten. Hinzu kommt, dass viele Vermieter die gestiegenen Heizkosten über die Nebenkostenabrechnung weitergeben werden – die Nachzahlungen für 2025 und 2026 dürften entsprechend ausfallen.
Anbieterwechsel: Jetzt noch sinnvoll?
Ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um die Kosten zu senken. Wichtig dabei: Wer jetzt einen neuen Tarif abschließt, kann sich häufig eine Preisfixierung für 12 Monate sichern – und ist damit gegen weitere Preiserhöhungen geschützt. Vergleichsportale zeigen aktuelle Angebote; der Wechsel dauert in der Regel vier bis sechs Wochen und läuft automatisch über den neuen Anbieter. Wer in der Grundversorgung ist, kann sofort ohne Kündigungsfrist wechseln.
Verbrauch senken – konkrete Maßnahmen
Neben dem Anbieterwechsel lohnen sich gezielte Einsparmaßnahmen: Die Raumtemperatur um ein Grad zu senken reduziert die Heizkosten um rund 6 Prozent. Alte Heizungspumpen durch moderne Hocheffizienzpumpen zu ersetzen spart bis zu 80 Prozent Pumpenstrom. Standby-Geräte konsequent abschalten spart im Schnitt 50 bis 100 Euro jährlich. Wer größere Investitionen plant – etwa eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage – kann aktuell KfW-Fördermittel und Bundesförderung für effiziente Gebäude nutzen, die trotz der angespannten Haushaltslage weiterlaufen.
Wenn der Puffer fehlt: Optionen für Haushalte unter Druck
Wer durch den Energiepreisanstieg in finanzielle Engpässe gerät, sollte zunächst prüfen, ob staatliche Unterstützung in Betracht kommt: Wohngeld, Heizkostenzuschüsse oder Härtefallfonds der Energieversorger können helfen. Wer kurzfristig eine Liquiditätslücke überbrücken muss, sollte außerdem prüfen, ob laufende Ratenkredite oder andere Verbindlichkeiten günstiger umgeschuldet werden können – das senkt die monatliche Belastung und schafft Spielraum.
Unser Tipp: Steigende Energiekosten können schnell zum Problem werden – besonders wenn gleichzeitig eine Kreditrate läuft. Bei Credit12 schauen wir uns Ihre Gesamtsituation an und helfen Ihnen, finanziellen Spielraum zu schaffen: persönlich, kostenlos und ohne maschinelle Prüfung.
