Ein Mikrokredit ist ein Kleinkredit mit einer Darlehenssumme von in der Regel bis zu 25.000 Euro, der speziell für Existenzgründer, Selbstständige und Kleinunternehmer konzipiert ist, die keinen Zugang zu klassischen Bankkrediten haben. In Deutschland wird das Mikrokreditprogramm vor allem über den Mikrokreditfonds Deutschland abgewickelt.
Wer kann einen Mikrokredit beantragen?
Mikrokredite richten sich an Personen, die ein Unternehmen gründen oder festigen wollen, aber aufgrund fehlender Sicherheiten oder einer kurzen Unternehmensgeschichte bei klassischen Banken keinen Kredit erhalten. Dazu zählen Existenzgründer, Soloselbstständige, Kleingewerbetreibende und Unternehmen in der Frühphase.
Konditionen und Beantragung
Mikrokredite werden in Deutschland häufig über Microfinanzinstitute (MFI) vergeben, die als Intermediäre zwischen den Antragstellern und dem Mikrokreditfonds Deutschland agieren. Die Zinsen liegen in der Regel über denen klassischer Bankkredite, um das erhöhte Ausfallrisiko auszugleichen. Eine Beratung durch das MFI ist dabei meist verpflichtend.
Vorteile gegenüber klassischen Krediten
Der wesentliche Vorteil des Mikrokredits liegt in der niedrigen Zugangshürde: Fehlende Sicherheiten oder ein kurzer Unternehmenstrack-Record sind kein Ausschlusskriterium. Zudem erhalten Antragsteller häufig eine begleitende Beratung, die über die reine Kreditvergabe hinausgeht und die Erfolgschancen des Vorhabens verbessern soll.
