Warum könnte die EZB im Juni erhöhen?
Die Inflationsrate in Deutschland liegt im April 2026 bei 2,9 Prozent – deutlich über dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Haupttreiber sind die durch den Iran-Krieg angestiegenen Energiepreise. Laut Interhyp-Chefvolkswirt Brzeski wird „selbst bei einem schnellen Ende des Konflikts die erste Inflationswelle nicht mehr zu vermeiden sein” – die EZB werde im Juni mit einer ersten Zinserhöhung antworten müssen. Der Einlagenzins liegt aktuell bei 2,00 Prozent. Eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte gilt als wahrscheinlichstes Szenario.
Was bedeutet das für Ratenkredite?
Der EZB-Hauptrefinanzierungssatz beeinflusst die kurzfristigen Kreditzinsen direkt. Bei einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte würden Ratenkredite im Schnitt um etwa 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte teurer – ein überschaubarer Effekt. Wer jedoch in den nächsten Wochen einen größeren Ratenkredit plant, sollte nicht bis nach dem 11. Juni warten, sondern Angebote jetzt sichern.
Was bedeutet das für Bauzinsen?
Bauzinsen reagieren weniger auf den EZB-Leitzins als auf die Kapitalmarktrenditen. Diese sind bereits gestiegen – Bauzinsen liegen aktuell bei rund 4 Prozent. Eine EZB-Zinserhöhung könnte die Renditen von Bundesanleihen weiter nach oben treiben und damit auch die Bauzinsen. Experten des Interhyp-Bankenpanels rechnen langfristig mit weiter steigenden Bauzinsen. Wer eine Immobilienfinanzierung plant, sollte jetzt handeln.
Was können Sparer erwarten?
Eine EZB-Zinserhöhung wäre für Sparer grundsätzlich positiv: Tagesgeld- und Festgeldzinsen könnten leicht steigen. Allerdings hinken die Banken bei Zinserhöhungen oft hinterher – die Weitergabe an Sparer erfolgt verzögert und nicht vollständig. Wer aktuell Tagesgeld anlegt, sollte auf Anbieter mit garantierter Zinsbindung achten.
Unser Tipp: Ob Zinserhöhung oder nicht – wer jetzt einen Kredit plant, sollte nicht auf günstigere Konditionen warten. Bei Credit12 sichern wir Ihnen die besten Konditionen zum richtigen Zeitpunkt: persönlich, kostenlos und ohne maschinelle Ablehnung.
