Was treibt die Inflation im April?
Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Verbraucherpreise im April 2026 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Energiepreise legten mit 7,8 Prozent besonders stark zu. Nahrungsmittel verteuerten sich um 3,4 Prozent. Die Kerninflation – ohne Energie und Nahrungsmittel – liegt bei 2,6 Prozent, was zeigt, dass der Preisdruck sich zunehmend auf alle Bereiche ausweitet. Experten rechnen damit, dass die Inflation im zweiten Quartal 2026 auf diesem Niveau oder leicht darüber verbleiben wird.
Was bedeutet das für den Alltag?
Konkret bedeutet 2,9 Prozent Inflation: Wer heute 1.000 Euro im Monat für Lebenshaltung ausgibt, braucht in einem Jahr rund 1.029 Euro für dieselben Güter und Dienstleistungen. Wer sein Geld auf einem Girokonto oder Sparbuch ohne Zinsen liegen lässt, verliert real an Kaufkraft. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigen Einkommen, die einen größeren Anteil ihres Budgets für Energie und Lebensmittel ausgeben.
Was bedeutet das für laufende Kredite?
Wer einen Festzinskredit hat, profitiert in gewissem Maß von der Inflation: Die monatliche Rate bleibt nominell gleich, während Geld real an Wert verliert – die Schulden schrumpfen also real. Wer hingegen variable Zinsen hat oder bald eine Anschlussfinanzierung benötigt, muss aufpassen: Hält die Inflation an, könnte die EZB die Zinsen doch noch erhöhen, was variable Kredite und Bauzinsen weiter verteuert.
Was sollten Sparer jetzt tun?
Geld auf dem Girokonto verliert bei 2,9 Prozent Inflation deutlich an Kaufkraft. Wer kurzfristig liquide bleiben möchte, sollte zumindest ein Tagesgeldkonto mit aktuell rund 2 Prozent Zinsen nutzen. Für mittelfristige Anlagen bieten Festgelder mit 12 bis 24 Monaten Laufzeit noch Zinsen von 2,5 bis 3 Prozent. Wer langfristig denkt, sollte einen Teil seines Vermögens in inflationsresistente Anlagen wie breit gestreute Aktien-ETFs investieren.
Unser Tipp: Inflation trifft jeden Haushalt anders – je nach Ausgabenprofil und Finanzsituation. Bei Credit12 helfen wir Ihnen, Ihre finanzielle Planung an die aktuelle Lage anzupassen: persönlich, kostenlos und ohne maschinelle Ablehnung.
