Was treibt den Anstieg?
Besonders auffällig ist der Boom bei Kleinkrediten: Ratenkredite unter 1.000 Euro machen mittlerweile rund die Hälfte aller neu abgeschlossenen Verträge aus. Das zeigt, dass immer mehr Verbraucher für kleinere Alltagsanschaffungen – Haushaltsgeräte, Elektronik, Kleidung – auf Ratenkredite zurückgreifen, statt zu sparen oder zu warten. Hintergrund ist unter anderem das starke Wachstum von „Buy now, pay later”-Modellen, die seit November 2026 ebenfalls unter die Verbraucherkreditrichtlinie fallen und damit erfasst werden.
Was bedeutet das für die Überschuldungsgefahr?
Die Bafin sieht die Entwicklung kritisch: Viele Verbraucher kennen die Konditionen ihrer Kleinkredite nicht genau – und verlieren bei mehreren parallelen Verträgen schnell den Überblick über ihre tatsächliche Gesamtbelastung. Wer mehrere Ratenkredite gleichzeitig bedient, riskiert, dass die monatliche Gesamtrate das Budget überschreitet. Die Zahl überschuldeter Verbraucher ist 2025 erstmals seit 2018 wieder gestiegen – auf 5,67 Millionen Menschen.
Was sollten Verbraucher beachten?
Wer einen Ratenkredit aufnimmt, sollte immer den effektiven Jahreszins als zentralen Vergleichswert nutzen – nicht die Monatsrate oder den Sollzins. Mehrere kleine Kredite lassen sich oft günstiger in einem einzigen Ratenkredit zusammenfassen – das senkt die Gesamtzinslast und schafft Übersicht. Wer bereits mehrere Verträge laufen hat, sollte prüfen, ob eine Umschuldung die monatliche Belastung spürbar senkt.
Was ändert sich durch die neue Verbraucherkreditrichtlinie?
Seit dem 8. Mai 2026 gilt die neue Verbraucherkreditrichtlinie – und ab dem 20. November 2026 fallen auch Kleinkredite unter 200 Euro und „Buy now, pay later”-Modelle unter die Kreditwürdigkeitsprüfungspflicht. Das schützt Verbraucher besser vor unüberlegten Impulskäufen auf Pump – und macht den Kreditmarkt insgesamt transparenter.
Unser Tipp: Wer mehrere kleine Kredite laufen hat, sollte prüfen, ob eine Zusammenfassung sinnvoll ist. Bei Credit12 analysieren wir Ihre Situation persönlich und finden die günstigste Lösung – kostenlos und ohne maschinelle Ablehnung.
