Der EZB-Leitzins liegt seit Juni 2025 unverändert bei 2,0 Prozent – und bleibt es vorerst. Was die anhaltende Zinspause für Kreditnehmer bedeutet und ob mit Änderungen zu rechnen ist, erklärt Credit12.
Nach insgesamt acht Zinssenkungsschritten seit Juni 2024 liegt der wichtigste EZB-Leitzins, der Einlagenzins, seit Juni 2025 bei 2,0 Prozent. Seitdem hält die Europäische Zentralbank ihren Kurs – und lässt die Zinsen unverändert.
Warum die EZB pausiert
Der Krieg im Nahen Osten hat die Unsicherheit erheblich erhöht und schafft Aufwärtsrisiken für die Inflation sowie Abwärtsrisiken für das Wachstum. Die EZB hat ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent angehoben und erwartet für den Euro-Raum nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent. In diesem Spannungsfeld zwischen steigender Inflation und schwachem Wachstum bleibt die Zentralbank vorerst abwartend.
Was kommt als nächstes?
Die nächste EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheid findet am 30. April 2026 statt. Analysten rechnen damit, dass der Einlagenzins bis Mitte 2026 bei etwa 2,0 % bleiben könnte. Die Terminmärkte haben inzwischen ein bis zwei Zinserhöhungen bis Ende 2026 eingepreist, wobei der erste Schritt bis Ende Juli erwartet wird.
Was bedeutet das für Kreditnehmer?
Für laufende Ratenkredite mit festem Zinssatz ändert sich zunächst nichts. Wer jedoch eine neue Finanzierung plant – ob Ratenkredit, Gewerbedarlehen oder Hypothek – sollte die aktuelle Zinspause als Planungsgrundlage nutzen. Günstige Konditionen sind noch verfügbar, könnten aber steigen, falls die Inflation anzieht und die EZB gegensteuert.
Unser Tipp: Wer in den nächsten Monaten einen Kredit aufnehmen möchte, sollte nicht auf weitere Zinssenkungen spekulieren. Nutzen Sie die aktuelle Stabilität – und vergleichen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten auf unserer Kreditübersicht.
