Warum hält die EZB die Zinsen stabil?
Die EZB steht vor einem Dilemma: Die Inflation ist im April 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen – deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent – angetrieben vor allem durch den Iran-Krieg und steigende Energiepreise. Gleichzeitig zeigt die europäische Konjunktur kaum Wachstum. Eine Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung würde die ohnehin schwache Wirtschaft zusätzlich belasten. EZB-Präsidentin Lagarde betonte, man werde die Datenlage weiterhin sorgfältig beobachten, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Was bedeutet das für Kreditzinsen?
Für Ratenkredite gilt: Der EZB-Hauptrefinanzierungssatz beeinflusst die kurzfristigen Kreditzinsen direkt. Da er stabil bleibt, sind auch die Zinsen für Konsumentenkredite derzeit weitgehend konstant – aktuell im Schnitt bei rund 6 Prozent effektiv. Eine deutliche Senkung ist bis mindestens Juni nicht zu erwarten. Wer einen Ratenkredit plant, sollte nicht auf sinkende Zinsen warten, sondern Angebote jetzt vergleichen und gute Konditionen sichern.
Was bedeutet das für Bauzinsen?
Bauzinsen richten sich weniger nach dem EZB-Leitzins als nach den Renditen am Kapitalmarkt – insbesondere den 10-jährigen Bundesanleihen. Diese sind zuletzt auf fast 3 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit 2011. Folge: Bauzinsen liegen aktuell teils über 4 Prozent. Selbst wenn die EZB im Juni die Zinsen senken sollte, würde das Bauzinsen kurzfristig kaum beeinflussen.
Was bedeutet das für Sparer?
Tagesgeldzinsen und Festgeldzinsen stagnieren seit Monaten. Die besten Tagesgeldangebote liegen aktuell bei rund 2 Prozent – was bei einer Inflation von 2,9 Prozent einem realen Verlust entspricht. Für längere Anlagehorizonte lohnen sich aktuell Festgelder mit 12 bis 24 Monaten Laufzeit, die noch Zinsen von rund 2,5 bis 3 Prozent bieten.
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