„Jetzt kaufen, später zahlen” ist verlockend – doch ob Ratenkauf beim Händler oder klassischer Konsumkredit wirklich günstiger ist, lohnt sich genauer zu prüfen.
Was ist „Buy now, pay later”?
Buy now, pay later (BNPL) bezeichnet Zahlungsmodelle, bei denen Käufer eine Ware sofort erhalten und den Kaufpreis später in Raten oder nach einer Zahlungspause begleichen. Seit November 2026 greift die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie auch für BNPL-Modelle: Selbst bei Kleinstbeträgen unter 200 Euro ist künftig eine Kreditwürdigkeitsprüfung Pflicht.
Was kostet BNPL wirklich?
Viele BNPL-Angebote werben mit „0 % Zinsen” – doch das gilt oft nur unter bestimmten Bedingungen. Wer die Frist versäumt oder in Raten zahlt, zahlt häufig 10 bis 15 Prozent effektiv. Der effektive Jahreszins eines vermeintlich „kostenlosen” Ratenkaufs liegt dann schnell bei 12 bis 18 Prozent.
Was kostet ein klassischer Konsumkredit?
Ein Ratenkredit über 1.500 Euro mit 24 Monaten Laufzeit und 6 Prozent effektivem Jahreszins kostet rund 95 Euro an Zinsen. Derselbe Betrag über einen BNPL-Anbieter mit 14 Prozent Effektivzins kostet rund 220 Euro. Der Unterschied: 125 Euro – allein für ein Sofa oder eine Waschmaschine.
Wann ist BNPL trotzdem sinnvoll?
BNPL ist dann sinnvoll, wenn das Angebot tatsächlich zinsfrei ist und die Rückzahlung innerhalb der Aktionsfrist sicher gelingt. Für größere Anschaffungen über 1.000 Euro ist ein klassischer Ratenkredit mit festem Zinssatz fast immer die transparentere und günstigere Wahl.
Unser Tipp: Wer eine größere Anschaffung plant, sollte die Gesamtkosten im Blick behalten – nicht nur die Monatsrate. Bei Credit12 vergleichen wir Ihre Optionen persönlich und kostenlos.
