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Finanznews

» 18.02.2010: Steuersünder zeigen Reue

Die Furcht der Steuersünder nimmt nach dem aktuellen Daten-CD Fall zu. Aus Angst vor Strafe flüchten Sie in die Offensive und erstatten Selbstanzeige. Aktuell liegen dem Fiskus circa 2000 Fälle vor, Schwarzgelder wieder ans Tageslicht zu bringen.

Die Taten spiegeln eher die Angst vor Strafe als moralische Reue wider. Derzeit haben sich etwa 2000 Steuersünder Selbstanzeige erstattet. Vor einer Woche waren es noch unter 500 Anzeigen. Die Bundesregierung verspricht den Betroffenen, im diesem Fall einer Strafe zu entgehen, allerdings müssen Steuern und Zinsen nachgezahlt werden. Eine Strafanzeige droht dem Betroffenen jedoch trotzdem, falls den Behörden schon Informationen über die Steuerhinterziehung vorliegen.

Schätzungen reichen bis 400 Millionen Euro

Derzeitigen Prognosen könnte die Steuersünder-CD aus der Schweiz dem Bund bis zu 400 Millionen Euro einbringen. Auch liegen einzelnen Bundesländern weitere Angebote vor, über deren Ankauf derzeit diskutiert wird. So müssen erst rechtliche Fragen geklärt werden, bevor eine Kaufentscheidung getroffen werden kann.

Das Geschäft mit den Sündern

Anwälte und Steuerberater wittern derzeit neue Geschäftsfelder. „Konto im Ausland – die intelligente Selbstanzeige“ konnte man diese Woche als Werbung in einer überregionalen Tageszeitung lesen. Der Anwalt verspricht verlässliche Hilfe bei der Selbstanzeige. Die Zeit der Reue wird allerdings immer knapper, da der Ankauf der Daten bald umgesetzt sein wird.

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