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» 09.12.2009: Einstieg von Volkswagen bei Suzuki

Der Volkswagen-Konzern kauft sich mit 20 Prozent beim japanischen Autohersteller Suzuki ein. Damit will VW seine Position auf dem japanischen Markt stärken. Auch die Produktpalette von VW wird erweitert.

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft erwirbt Volkswagen 19,9 Prozent an Suzuki, dies teilten die beiden Unternehmen am heutigen Morgen mit. Suzuki beabsichtigt im Gegenzug bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien zu investieren. Im Januar soll die Transaktion, nach Zustimmung der Behörden, abgeschlossen werden. Mit diesem Vorhaben setzt Volkswagen seine milliardenschwere Einkaufstour fort.

Bislang ist VW in Asien vor allem in China mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Automarkt vertreten Die neue Allianz könnte dem Unternehmen Zugang zum schnell wachsenden Automarkt Indien verschaffen. Suzuki hat dort gemeinsam mit seiner Tochter Maruti einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. VW hatte dieses Jahr in Indien eine neue Fabrik in der Nähe der Stadt Pune eröffnet. Bislang verkauft das Unternehmen dort vergleichsweise wenig Autos, jedoch soll nach dem Willen der Konzernsspitze der Absatz bei indischen Kunden in den kommenden Jahren stark steigen.

Wenn VW eine Mehrheitsübernahme bei Suzuki gelingt, würde der Konzern sogar den Branchenführer Toyota abhängen. Bereits im Sommer hatte VW den Machtkampf mit Porsche gewonnen und erst kürzlich die Hälfte des Sportwagenbauers für 3,9 Milliarden Euro erworben. Im Jahr 2008 übernahm VW die Mehrheit am Lkw-Hersteller Scania. Damit zählt das Unternehmen zehn Marken. Der Kauf weiterer Hersteller ist geplant, vor kurzem sagte der Aufsichtsratschef Piëch: „Ein Dutzend kann man sich leichter merken als zehn.“  Erst letzten Donnerstag bekräftigte Vorstandschef Winterkorn vor den Aktionären, dass der Hersteller bis zum Jahr 2018 zur Nummer eins im weltweiten Automarkt aufsteigen will.

Jedoch gehen Branchenbeobachter davon aus, dass der Rivale aus Japan Den Einstieg Volkswagens bei Suzuki zu torpedieren versucht. Der Autoexperte vom Münchener Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation, Helmut Becker, sagte: „Toyota wird vermutlich über Gegenmaßnahmen nachdenken“. Auch für Toyota ist Indien ebenfalls ein wichtiger Absatzsatzmarkt für Kleinwagen.

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