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» 02.11.2009: Frankfurter Börse – Dax weiterhin mit Verlusten

Die Anleger bleiben nach deutlichen Verlusten in der vergangenen Woche skeptisch. Die ersten vorbörslichen Daten sehen den Dax auf dem Niveau von Freitag. Nicht gerade hoffnungsfroh stimmt die Anleger die Pleite des US-Finanzierers CIT. Die Börsianer warten jetzt auf neue Impulse. Die Geschäftszahlen von Linde und Hugo Boss könnten neue Daten zur Konjunktur bringen.

Die Aufholjagd des Dax wird erst einmal verschoben. Der Leitindex wird am heutigen Montag kaum verändert in die neue Handelswoche starten. Der Wochenverlust lag bei knapp sechs Prozent; der X-Dax zeigte sich kurz nach 8.00 Uhr bei 5.408 Punkten.  Im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag ist dies ein Minus von 0,13 Prozent. Durch den X-Dax wird  auf der Basis des Dax-Futures der außerbörsliche Stand des deutschen Börsenbarometers angezeigt.

Da die Vorgaben aus den USA als tendenziell negativ zu sehen sind, dürfte zumindest am Wochenanfang Zurückhaltung vorherrschen, so der Analyst Cameron Peacock von IG Markets in London. Negativ zu werten ist unter anderem der Insolvenzantrag des US-Finanzierers CIT. Bei zahlreichen Börsianern hat die Furcht zugenommen, dass die Märkte zu hoch gelaufen sind. Erst am Nachmittag dürften wesentliche Impulse mit den ISM-Daten aus den USA an die Märkte kommen. Der Dow Jones zeigte sich kaum verändert und auch die Tokioter Börse ging mit einem deutlichen Minus aus dem Handel.

In Deutschland geht die Berichtssaison weiter. Der Spezialist für Industriegase Linde meldete leichte Ergebnisrückgänge im Jahresvergleich, überraschte den Markt insgesamt aber positiv.

Am Freitagabend teilte der Roboter- und Anlagenbauer Kuka mit, dass das Sparprogramm zwar nach Plan läuft, die Fortschritte jedoch nicht ausreichen, um im Gesamtjahr die Verluste der ersten neun Monate zu kompensieren. Auch die Zahlen der Lufthansa könnten Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für das kommende Jahr bleibt Deutschlands größte Fluggesellschaft skeptisch. Die Times berichtete, dass die Fluggesellschaft ihren Plan, die Tochter BMI zu verkaufen, erst einmal auf Eis gelegt hat.

Der Autobauer BMW wird in den kommenden Wochen die Kurzarbeit an allen deutschen Standorten beenden, so sagte der Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“. Hiervon zeigten sich die Händler nicht überrascht, da laut deren Aussagen im kommenden Jahr die Premiumhersteller am wenigsten über Absatzmangel klagen dürften, sondern nur die Hersteller, welche von der Abwrackprämie profitiert hätten.

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