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» 27.10.2009: GfK-Konsumklimaindex – Schlechte Kauflaune bei den Deutschen

Die Stimmung der Verbraucher ist zum Herbstbeginn getrübt. Gründe hierfür sind: Steigerung der Energiekosten, Angst vor Arbeitslosigkeit, das Ende der Abwrackprämie. Im Oktober rechneten weitaus mehr Menschen als im Vormonat damit, in der Zukunft weniger Geld zur Verfügung zu haben.

In Deutschland hat das Konsumklima im Oktober einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Die Verbraucher beurteilen die Konjunkturaussichten kurz nach der Bundestagswahl weiterhin optimistisch, jedoch werden die eigenen wirtschaftlichen Perspektiven der Bürger nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) als etwas weniger zuversichtlich als noch vor der Wahl gesehen. Die zunehmenden Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, steigende Energiepreise sowie das Auslaufen der Abwrackprämie hätten sich negativ auf die Kauflaune der Deutschen ausgewirkt, so teile die GfK am Montag mit.

Für November erwartet die GfK beim Konsumklima-Indikator ein Minus von 0,2 auf 4,0 Punkte. Das ist der erste Rückgang seit dem Monat September des vergangenen Jahres. Der private Konsum bleibt dennoch die wesentliche Stütze der Konjunktur. Angesichts des prognostizierten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen bleibt jedoch abzuwarten, ob dies auch im kommenden Jahr der Fall sein wird.

Lediglich die Konjunkturerwartungen der Bürger haben sich im Oktober positiv entwickelt. Dieser Indikator legte zum siebten Mal in Folge zu und liegt nun mit 8,7 Punkten um gut 36 Zähler über dem Wert des Vorjahres. Aufgrund der zuletzt deutlich nach oben korrigierten Wachstumsprognosen gehen die Konsumenten davon aus, dass sich die Wirtschaft schneller erholt als dies noch vor einigen Monaten zu erwarten war. Nach Angaben der GfK gibt auch Anlass zur Hoffnung, dass die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weniger dramatisch läuft als vorab befürchtet.

Im Oktober sind die Erwartungen an die eigene Einkommensentwicklung bei 2000 der Befragten leicht gesunken. Auch ist die Kauflust der Deutschen nicht mehr so groß wie in den Vormonaten. Jedoch liegt die Neigung zu Anschaffungen mit 26,1 Punkten noch deutlich über dem Wert des Vorjahres. Als Grund für den verzeichneten Rückgang um gut zehn Punkte binnen Monatsfrist nennt die GfK die mäßig gewordenen Einkommenserwartungen sowie die leicht steigenden Preise, vor allem für Energie.

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