Herzlich Willkommen bei credit12.de – Immer eine Bank!

Finanznews

» 15.10.2009: Soffin hat kein Vertrauen in Geschäftsmodell der HSH

Die HSH Nordbank hat zu optimistische Zukunftserwartungen und eine zu einseitige Ausrichtung; der Bankenrettungsfonds Soffin sieht keine Zukunft für die Bank. Es besteht keine nachhaltige Auslegung des Geschäftsmodells der angeschlagenen Landesbank.

Ausnahmsweise nicht von Seiten der Öffentlichkeit wird nun kritisiert. Eine Untersuchung des Geschäftsmodells der angeschlagenen HSH Nordbank durch den Bankenrettungsfonds Soffin hat ergeben, dass dieser als mittelfristig nicht nachhaltig und zukunftsfähig eingeschätzt werden muss. Am Anfang dieser Woche hatten HSH-Chef Nonnenmacher und Aufsichtsratschef Kopper das Finanzmarktgremium des Soffin über die Lage der angeschlagenen Landesbank informiert. Aus Teilnehmerkreisen wird zitiert: „Die Angaben von Nonnenmacher und Kopper zur Zukunft der Bank haben uns nicht überzeugt.“

Massive Probleme sieht man vor allem in der einseitigen Ausrichtung auf Schiffsfinanzierungen, auf welche die Nordbank-Führung bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Antwort gefunden habe. Auch sind die Annahmen zur Geschäftsentwicklung viel zu optimistisch dargestellt. Daher sei es nicht nachvollziehbar, wie die HSH Nordbank ab dem Jahr 2011 wieder Gewinne machen wolle.

Selbstverständlich teilt man diese Meinung bei der HSH nicht. Durch die Bank wurde diese Einschätzung als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen. Eine Sprecherin der Bank sagte: „Wir haben ein umfangreiches und in sich stimmendes Restrukturierungskonzept erarbeitet und mit externen Sachverstand überprüft.“ Auch durch den Aufsichtsratschef Kopper wurde das Modell als tragfähig bezeichnet und schließt einen Erhalt der Bank, eine sogenannte Stand-Alone-Lösung, ausdrücklich nicht aus. Momentan bereitet die Bank die rechtlichen Voraussetzungen für eine Aufspaltung des Instituts in Kern- und Abbaubank vor.

Seit Monaten ist die HSH Nordbank in der Kritik. Erst im Juli war bekannt geworden, dass die Bank ihrem Chef Nonnenmacher eine sogenannte Halteprämie in Höhe von 2,9 Millionen Euro zahlt, obwohl die Bank durch die Finanzkrise Abschreibungen in Milliardenhöhe zu verkraften hatte und staatliche Hilfsgelder in Anspruch nehmen musste. Aufgrund der so genannten Omega-Transaktion und anderer Unstimmigkeiten wird Nonnenmacher mit Rücktrittsforderungen von Oppositionspolitikern in den HSH-Eignerländern Hamburg und Schleswig-Holstein konfrontiert. Auch die jetzt in Kiel wieder in Regierungsverantwortung gekommene FDP fordert, die komplette Leitung der HSH Nordbank abzulösen.

Social Bookmarks: Bookmark Digg Bookmark Technorati Bookmark Delicious Bookmark Propeller Bookmark Mr. Wong Bookmark Facebook Bookmark Twitter
(Zurück zur Finanznews Übersicht…)

Kommentieren

Personen Personen
/finanznews/index.php